2007-001-07, Foto: Oliver Hoffmann
 
Sehn-Sucht

nach „Affenliebe“ von Silvana Klein
erschienen im Verlag Kiepenheuer & Witsch

Elena Böhmer • Åza Thelandersson • Musik: Ritchie Staringer
Regie: Claire Lütcke • Raum: Ulrike Glandorf • Kostüme: Maren Lepping

Silvana Klein gewährt dem erschrockenen Normalbürger einen schonungslosen Blick in die Abgründe der Drogenabhängigkeit. Nur scheinbar ist es ein Blick aus sicherer Distanz. Ihre Geschichte kennt zwar keine Tabus – wohl aber Schamgefühl, Ekel und Angst - diese schützenden Abwehr-Gefühle. Damit ist es in überraschendem Maße möglich, sich in die Erlebnisse und Empfindungen der Süchtigen hinein zu leben; in ihnen die eigene Sehn-Sucht wieder zu erkennen.

Wir wollen das „Kaputte“ nicht ausstellen. Diese Geschichte handelt auch von uns – und wir erzählen sie so, wie wir immer schon unsere Geschichten erzählen: sinnlich und spielfreudig, auf vertrautem Fuß mit den Bildern unserer Wunsch- und Albträume. „Affenliebe“ geht gut aus.